Zaunelemente im ländlichen Garten

Zaunelemente
für ländliche Gärten
 

Schon unsere Vorfahren vor vier-, fünftausend Jahren bauten in der Nähe ihrer Siedlungen, getrennt von den Hackfrüchten auf dem Feld, Gemüse an. Es handelte sich hierbei um Gelbe Rüben, Bohnen, Erbsen, Linsen, Pastinaken und Blattkohlarten, die damals als heimisch vorkommende  Arten Verwendung fanden. Um sie vor Wildfraß und freilaufendem Vieh zu schützen wurden Flechtzäune darum gebaut.

Sie waren recht einfach herzustellen, dabei aber

durchaus stabil und das Material, aus biegsamen Weiden- oder Haselruten war überall zu finden. Mit Sicherheit hat hier auch eine praktische Überlegung mitgespielt, das täglich brauchbare Gemüse, sicher am Haus, und nicht durch gefährliches sammeln oder auf weiter entfernten Feldern, zusammenzutragen. So hat seit damals der Garten, ein Begriff, der sich aus dem indogermanischen Sprachgebrauch ghortos heraus entwickelt hat, als unverzichtbarer Bestandteil einer ländlichen Siedlung etabliert.

Schon immer war Gartenarbeit auch Frauenarbeit, worauf die Namen Hildegart, Irmgart oder Luitgart ganz deutlich hinweisen. 
Einfache Flechtzäune haben auch heute noch ihre Berechtigung, z. B. in naturnahen Gärten, als Einfassungen für Beete, den Kompost, als Rankspalier oder eben als Zaun. Für einen solchen dürfen die Pfosten nicht zu weit ( max. 30 cm) auseinander stehen. Weiden- und Haselruten dürfen dafür nur während der Winterruhe, bei frostfreiem Wetter geschnitten werden.
Daneben wurde und wird alles in der Gegend vorkommende Material verarbeitet, das in der Hauptsache aus Holz bestand. Als natürlicher Baustoff fügt sich Holz wunderbar in die Umgebung ein und wird jedem Gemüsegarten einen schönen, individuellen Rahmen verleihen.

 Bild: Walburga Schillinger

© Bauerngarten- und Wildkräuterland Baden e.V.