Gewusst wie - praktische Gartentipps von Walburga Schillinger

Frisches gesundes Gemüse lässt sich leicht kultivieren und zu leckeren Gerichten verarbeiten. Ich möchte Ihnen jeden Monat kurze Gartentipps und Ideen für den eigenen Garten an die Hand geben. Wer mehr wissen möchte, kann in meinem Praxisbuch „Bauerngartenglück – Ernten und genießen rund ums Jahr“ weiterlesen. Als Bauerngärtnerin versorge ich meine Familie das ganze Jahr über mit Gemüse, Obst und Beeren direkt vom Hof. Gärtnern macht Spaß, machen Sie einfach mit! Ich werde Ihnen auch immer wieder Sorten-Empfehlungen geben, die sich bewährt haben und seit Jahren in meinem Garten angebaut und vermehrt werden.
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Gartentipps im Spätherbst

Bis auf das letzte Drittel hat es zumindest im Oktober mal anständig geregnet und war recht feucht. Der November hat dann das gehalten, was wir eigentlich vom Oktober erwarten. Der sogenannte November-Frühling war dieses Jahr richtig ausgeprägt. Himbeeren haben nochmal angesetzt, Steinpilze gabs noch zu Hauf und die Gemüseernte im Garten nahm auch kein Ende. Man konnte richtig sehen, wie alles weiterwächst und jetzt kommt die schlechte Nachricht: auch „unerwünschte Kräuter“ gehören dazu.

Nach dem Gartenjahr ist vor dem Gartenjahr
Genau betrachtet hört die Arbeit im Garten nie auf. Gerade in einem vielfältigen Selbstversorgergarten gibt es immer was zu ernten aber auch zu tun. Die milden Spätherbsttage nutze ich auch um dem Giersch zu zeigen, wer in diesem Garten das Sagen hat und weise ihn in seine Schranken. Relativ leicht lassen sich die langen weißen Wurzelrizome aus der lockeren Erde ziehen. Dazu den Gartenboden mit der Grabegabel lockern, bei schweren lehmigen Böden auch umstechen. Natürlich muß man hier auch etwas sorgfältig zu Werke gehen, damit von den leicht brüchigen Würzelchen alle entfernt werden können. Man nimmt der Pflanze die kraft und unterbindet eine verstärkte Ausbreitung. Durch die intensive Bodenbearbeitung zu dieser Jahreszeit, hab ich das Kraut zumindest im Gemüsebeet, wo es absolut nichts zu suchen hat, gut im Griff. Ganz verbannen gelingt aber meist nicht. Solche Arbeiten lassen sich auch an milden Wintertagen erledigen.

Viel zu schade für die Tonne
Noch ein paar Tage, dann ist die Adventszeit da. Wohnungen, Hauseingänge oder Gräber werden weihnachtlich geschmückt. Die lange Wochen üppig geblühten Chrysanthemen Büsche haben dann ausgedient. Obwohl viele, je nach Region, noch in voller Blüte stehen. Das tolle an diesen Pflanzen sind ihre intensiv leuchtenden Farben, die den Blatt- und Farblosen November freundlich erhellen. Sie sind aber leider zu einem Wegwerfprodukt verkommen, obwohl sie sehr leicht überwintert werden können. Vor Jahren, eher zufällig, hat ein Stock in einem Trog stehend dem eher milden Winter getrotzt und im Frühjahr an den verholzten Stängeln frisch ausgetrieben. Von da an hab ich die Büsche im Tomatenbeet an der Hauswand eingegraben, vorher die Blüten abgeschnitten. Im Frühjahr in frische Erde und einen größeren Topf gepflanzt, im halb Schatten aufgestellt, gut gegossen und gedüngt. Ab Ende September fingen sie wieder üppig an zu blühen. Toll!

 

GARTENTIPPS IM SEPTEMBER UND OKTOBER

Hatten wir Gärtner und Bauern gehofft, dass der September etwas gemäßigter daherkommt und uns den heiß ersehnten Regen bringen würde, wurden wir alle eines Besseren belehrt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es bisher Mitte September 30 Grad und mehr gegeben hätte. Deshalb fällt auch mein Gartentipp etwas anders aus, sagen wir, dem Klima angepasst.

Wurzelernte
Es ist eigentlich immer ein guter Tipp, mit der Ernte von Lagerkarotten, Sellerieknollen und auch Roten Beeten etwas zu warten und nicht zu früh, das heißt schon Ende August oder Anfang September zum Einmieten auszugraben. Das Wurzelwachstum nimmt in den Herbstwochen noch richtig zu, wenn die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen stimmt. Die Böden wurden jedoch im September bis in tiefere Schichten so trocken, dass die meisten Pflanzen das Wachstum eingestellt haben. Wo lockere trockene Böden sind, gibt es auch verstärkt Wühlmäuse. In diesem Jahr richtig viele! Deshalb besser die verbleibende Ernte retten und früher ausgraben. Wer keine Probleme mit den gefräßigen Nagern hat, kann alle Wurzelgemüse im Boden belassen. Eine bessere und frischere Aufbewahrung auch für Schwarzwurzeln, Pastinaken oder Winterrettiche gibt es nicht. Muß das Gemüse dennoch geerntet werden, schichte ich alle Wurzeln nach Arten getrennt in große Eimer. Kleine liegend, große aufgestellt mit dem abgedrehten Grünzeug Rücken nach oben. Mit feinem trockenen Sand auffüllen, bis alle bedeckt sind.
Walburgas Extra-Tipp: der Sand kann dann im nächsten Jahr im Garten verteilt werden. Oft ist er auch nass, es sind abgestorbene Pflanzenteile drin, die würden frisches Erntegut schnell zum Faulen bringen.

Beim Einlagern, die kleinen, krummen oder schon geplatzten Wurzeln gleich aussortieren. Ich schichte diese ebenfalls in einen Eimer und lege zum Schutz vor Wärme oder Kälte eine Moosplatte drüber. So bleibt das Erntegut bis zum baldigen Verbrauch vor der Haustür frisch.

Böden im Herbst
Das Wichtigste, was zu einem erfolgreichen Gemüseanbau führt, ist der Boden. Jetzt im Herbst ist die beste Zeit ihn zu pflegen und sich etwas intensiver mit ihm zu beschäftigen. Ich bin ein großer Freund der so genannten Flächenkompostierung, eine alte Art der Bodenverbesserung. Lange bevor man Kompostbehältnisse aufgestellt hat wurde so verfahren. Einfach bei der Gemüseernte, gesunde Erntereste, Blätter liegen lassen, die abgeernteten Beete locker aufhacken, dann nicht mehr betreten. Im Laufe des Herbstes, anfallendes Laub, Asche vom Kachelofen und auch Grasschnitt drauf verteilen. Auch Küchenabfälle und strohiger Mist ist super geeignet. Im besten Fall sind zu Beginn des Winters die Flächen locker gemischt, vom Boden nichts mehr zu sehen. Das Ganze hat zwei Vorteile, im Winterkeimendes Unkraut wird unterdrückt und das durch die Bodenschicht geschützte Bodenleben arbeitet an der Zersetzung. Im Frühjahr sind die meisten Pflanzenteile „verwertet“. Walburgas Extra-Tipp: Silage Reste auch mit untermischen. Die Milchsäurebakterien regen die Zersetzung an.

 

GARTENTIPPS IM JULI UND AUGUST

Obwohl es immer mal wieder etwas regnet sind die Hochsommermonate wieder viel zu trocken. Dazu kommt noch extreme Hitze, die Stress für Gärtner und Pflanzen gleichermaßen bedeutet. Gießen, Pflegen und Ernten sind die Hauptaufgaben dieser Sommerwochen. Für mich bedeutet dies immer lange Tage, die mit Tomaten gießen anfangen, sich über Beeren- und Gemüseernte ausdehnen und schließlich in der Küche beim Verarbeiten enden.

Gießen
Bei anhaltend hohen Temperaturen muß nachhaltig gegossen werden. Bei Kübelpflanzen ist dies jeden Tag zu tun. Um die Feuchtigkeit des Pflanzenballen zu prüfen, hilft der Fingertest. Bevor die Pflanzen tagelang im Nassen stehen, mit dem Finger die Erde befühlen und danach gießen. Zitronenverbenen und Süßkartoffeln brauchen viel Wasser, Rosmarin oder Thymian eher weniger. Wenn die Gemüsebeete beregnet werden, ist es wichtig, lieber einmal gründlich und lang regnen zu lassen. Dann nach zwei drei Tagen zu wiederholen. Die Abendstunden sind in diesem Fall zu bevorzugen, so hat das Wasser genügend Zeit, in den Nachtstunden den Boden zu durchfeuchten.
Spätestens Anfang August kommen die letzten Zuckerhut und Endivien Setzlinge in den Boden.
Walburgas Extra Tipp: Setzlinge vor dem Setzen eine Weile ins Wasser stellen. Die gut durchtränkten Wurzelballen wachsen besser an. Setzlinge trotzdem die erste Zeit jeden Tag gießen!

Pflegen
Sind die Beerensträucher alle abgeerntet, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Pflegeschnitt. Dabei werden bei den Sommer-Himbeeren die diesjährigen Ruten bodennah abgeschnitten. Diese sind meist schon dürr mit vertrocknetem Laub. Die jungen dagegen erscheinen grün und vollbelaubt .Bei den Sträuchern schneidet man jetzt Äste, die sich stark auf den Boden biegen, dürre und überalterte. Man erkennt sie leicht am dicken, grauen Astwerk. Auslichten ist auch wichtig, der Stauch sollte nach dem Schnitt einen lockeren Aufbau haben. Düngegaben mit verrottetem Mist oder Kompost tun den Pflanzen gut.

 

GARTENTIPPS IM JUNI

Der Mai war jetzt doch nicht so extrem heiß, wie uns der April glauben machen wollte. Jeder Gärtner wird froh darum gewesen sein. Nichts desto trotz ist es viel zu trocken, deshalb gilt jetzt verstärkt für die Sommermonate, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

Mulchen heißt die Zauberformel

Wenn wir die Natur aufmerksam beobachten, stellen wir fest, dass es natürlicherweise keine kahlen Bodenstellen gibt. Hat der Mensch Erdbewegungen vorgenommen, werden diese innerhalb kürzester Zeit von rasch keimenden „Unkräutern“ besiedelt und somit beschattet. Diesen Effekt sollten wir uns zunutze machen. Perfekt eignet sich dazu Rasenschnitt, da er kurz geschnitten ist und schnell trocknet. Wichtig: das Material dünn auslegen. Wird es zu dick ausgebracht wird, fangen die unteren Schichten an zu faulen, was dann wiederum Schnecken anlocken kann. Gut ist, wenn über die Lagen jede Woche wieder etwas drüber gestreut wird. Auch überzählige Setzlinge oder Ernteabfälle von Salat und Gemüse können liegen gelassen werden. Nicht alle Kulturen vertragen eine Mulch Schicht. Als Faustformel, je gröber und größer das Gemüse, desto wichtiger ist mulchen. Das gilt vor allen für Kartoffeln, Kürbisgewächse aller Art, Kohlpflanzen, Tomaten, Paprika, Auberginen, Andenbeere und und und. Machen Sie ihre eigenen Erfahrungen und probieren Sie es aus!

Bienen lieben Mohn

Wenn im Juni die Heuernte beginnt, wird das Futterangebot für Bienen, Hummeln und viele weitere Insekten eingeschränkt. Jeder Gartenbesitzer kann etwas dafür tun, einfach Insektenfreundliche Stauden z.B. Akeleien, Mohn und Blühsträucher z.B. Holunder und einfach blühende Rosen anzupflanzen. Je nach Höhenlage blüht der ausbreitungsfreudige einjährige Klatschmohn schon ab Mai. Sobald die zarten Blüten morgens aufgehen, stürzen sich viele Insekten regelrecht auf die Blüten. Ein tolles Schauspiel im Gemüsegarten. Die pflegeleichten Pflanzen blühen bis in den Juli hinein, danach werden sie oft von Mehltau befallen und sollten dann einfach rausgerissen werden. Dabei spürt man schon das rieseln der vielen kleinen Samen, für die Blütenzeit im nächsten Jahr ist gesorgt. Sie können Mohn auch im März/April noch säen, blühen werden diese dann im Juli/August.  
Walburgas Extra Tipp. In meinem Garten habe ich außerdem ZWEI Reihen Schnittlauch, eine davon darf immer blühen. Viele Insekten lieben diesen Nektar! Und Schnittlauch passt auch wunderbar ins Staudenbeet.

Zeit für Herbstsalate

Jetzt nicht den Zeitpunkt für die Aussaat von Endivien, Zuckerhut und Radicchio verpassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, das eine Aussaat Anfang Juni kräftige Jungpflanzen ergibt, die dann als letzter Setztermin Anfang August in den Boden sollten. Vor allem bei Zuckerhut ist ein früherer Termin besser. Endivien wächst schneller, hier können sie sich bis Mitte Ende Juni Zeit lassen. Auch hier wichtig, auf die Sorten und ihre Ansprüche achten.
Walburgas Extra Tipp: Bei großer Hitze im Schatten aussäen, die Sorten vertragen keine hohen Temperaturen.

 

GARTENTIPPS IM MAI

Das Wetter im April war eigentlich eher eines, das einem Frühsommer gleicht. Gerade die Wärme hat viele von uns raus in den Garten getrieben. Vielleicht wurden dem Wetter zuliebe auch schon Saaten in den Boden gebracht, die eigentlich erst nach den Eisheiligen oder kurz davor dran wären.

Geliebte Bohnen
Ich habe eine Vielzahl an Bohnensorten und Arten in meinen Anbau Plänen. Mich begeistert diese unglaubliche Vielfalt dieser Südamerikaner. Und da kommt auch schon das Problem. Kommen Bohnen früher in den Boden und haben sie auch genügend Feuchtigkeit und Wärme, keimen sie schon innerhalb 10-12 Tagen, je nach Sorte. Sollte es dann zu den Eisheiligen, Mitte Mai noch einmal Frost geben, wären diese in einer Nacht kaputt. Was hilft ist abdecken mit Vliesen oder alten Betttüchern, die ich für diesen Zweck immer bereit lege. Im Netz gib es auch die Tipps Bohnen tiefer zu säen oder vor dem Säen einzuweichen. Von beidem ist abzuraten. Es gibt den alten Garten Spruch „Bohnen möchten die Glocken läuten hören“, heißt höchstens 2,5-mal tiefer legen als die Bohne dick ist. Bohnen brauchen die Wärme der oberen Bodenschicht. Ja, und auch das Einweichen ist problematisch, denn die Samen saugen sich voll mit Wasser, brauchen aber dann zum Keimen wieder eine hohe Bodentemperatur, sonst faulen die Bohnenkerne.

Buschbohnen können in Reihen mit einem Abstand von 8-10 cm gesät werden oder in sogenannten Tuffs, das heißt immer 3-5 Kerne im Abstand in einem Kreis legen, dann aber von einem Tuff zum Anderen ca. 20 cm einhalten.  Versuchen sie mal 2-3 verschiedene Sorten, auch mal Trockenbohnen. Hier werden die ausgereiften Kerne geerntet und vor dem Kochen eingeweicht.
Walburgas Sortentipp: Filetbohne Delinel – zarte lange Hülsen, lange Erntezeit und bei den Trockenbohnen, die Eisbohne – verträgt auch kühlere Keimtemperaturen, ideal für Hochlagen, feiner Geschmack, beide von Dreschflegel

Als Stangenbohnen, gibt es die wunderschön rotblühenden Feuerbohnen. Mit ein paar langen Haselstangen lässt sich mit Kindern ein Bohnen Tipi bauen, spielen und ernten inklusive.

Salat setzen
Für jede Jahreszeit gibt es Salatsorten, sodass es einfach ist, sich das ganze Jahr über mit frischem gesundem Grün aus dem eigenen Garten oder Balkon zu versorgen. Sie sollten nur darauf achten die Setzlinge, egal ob gekauft oder eigene, nicht zu tief zu setzen. Wichtig: den Wurzelballen nur so tief in die Erde setzen, dass er mit dem Boden abschließt. Hintergrund ist, das alle Salatsetzlinge einen „kleinen Hals“ haben, bevor die Blattbildung anfängt. Dieser Hals sollte nicht in die Erde kommen. Er verschafft den weichen Blättern etwas Distanz zum Boden. So kann Luft durchziehen und bei starkem oder viel Regen schadet die Feuchtigkeit den Blättern nicht. Sie trocknen schnell wieder ab.

 

GARTENTIPPS IM APRIL

Bodenbearbeitung im Frühling
Das Schöne, fast schon sommerlich warme Wetter jetzt im April zieht uns nach draußen. Alle, die jetzt ein Gartenstück ihr Eigen nennen können nun mit Begeisterung die Beete herrichten
Eine der wichtigsten Gartenregeln, den Boden niemals zu früh betreten. Erst wenn er richtig abgetrocknet ist geht’s los. Mit dem Krail werden die Beete aufgehackt und gelockert. Unkraut herausgezogen. Die Bearbeitung regt weitere Unkrautsamen im Boden an zu keimen. Nach weiteren 14 Tagen, die Beete ein weiteres Mal durchhacken. So gerichtete Böden sind dann weitestgehend Unkrautfrei und die ersten Saaten können gelegt werden.

Reihensaat  
Die häufigste Art Gemüse zu Säen oder zu Setzen ist die in Reihen. Mit einer Gartenhacke auch Häulein genannt, zieh ich meine Reihen. Für schöne gerade Linien werden mit Zollstock und Schnüren die Saatreihen markiert. Mein Mischkulturplan geht von ca. 40 cm Reihenabstand, je nach Platzbedarf der Gemüseart, aus. Samen werden dann einzeln gesteckt, gelegt oder dünn in die Rillen gestreut. Wichtig dabei ist aber immer nicht zu dick zu säen, damit die Keimlinge von Anfang an Platz haben. Versuchen sie mal sich die fertige Pflanze beim Säen vorzustellen, dann haben sie den richtigen Abstand! Die Reihen wieder vorsichtig schließen, dabei je nach Samengröße so viel Erde drüber wie nötig. Am Anfang neigen fast alle Gärtner dazu, die Samen zu „ beerdigen“. Mit dem Hackenrücken fest anklopfen und vorsichtig aber genügend angießen, das ist wichtig!
Walburga Extra Tipp: „Als Faustregel beim Säen gilt, nur etwa doppelt so viel Erde über die Samen legen wie die Samen dick sind“.

Zwiebeln stecken
Auch in Reihen oder wo auch immer Platz ist werden Pflanzzwiebeln gesteckt. Das ist einfacher wie Säen. Mit dem Setzholz ein Loch in den Boden bohren, Zwiebel einlegen, Erde drüber, die eingetrockneten Schloten dürfen gerne noch aus der Erde schauen. Die Zwiebel schiebt sich beim Wachsen dann ganz aus dem Boden, deshalb nicht tief stecken. Steckzwiebeln sind deshalb einfach zu handhaben, da sie auch Platzsparend z.B. am Rand oder zwischen Salat gesteckt werden können. Und, Zwiebeln sind nicht böse, wenn sich nochmal ein Nacht Frost über die Schloten legt.
Walburgas Tipp: Steckzwiebel „Stuttgarter Riesen“

Radieschen, säen oder„stupfen“
Radieschen werden als eine der ersten Kulturen im Jahr gesät. Die kleinen anspruchslosen Kreuzblütler vertragen auch mal leichten Frost. Eine Folienabdeckung kann bei starker und längerer Frostgefahr sehr hilfreich sein. Bei guter Wasserversorgung können die kleinen, saftigen, leicht scharfen Rübchen nach einem Monat geerntet werden. Die Betonung liegt hier bei guter Wasserversorgung. Das trockene Aprilwetter macht tägliches und reichliches gießen zur Pflicht. Radieschen können super gemischt mit Pflücksalat auf den Beeten ausgebracht werden. Dazu mischt man die Salatsamen mit ein paar Radieschen Samen in der Hand und verteilt sie mit Abstand auf einem vorbereiteten Beet. Die Samen leicht oberflächlich einhacken und dann gut mit dem Hackenrücken wieder anklopfen! Gießen. Diese Kombination schützt die kleinen Kreuzblütler auch vor Erdflöhen.
In Reihen angebaut hat sich eine Mischung mit Karotten bewährte. Ein paar einzelne schnell keimende Radieschen Samen markieren bald die sehr langsam keimenden Karottenreihen. Das ist besonders nützlich, weil man dann gleich sieht wo zwischen den Reihen der Boden gelockert werden kann. Als dritte Möglichkeit bietet sich das sogenannte „Stupfen“ an. Dabei werden immer nur einzelne der runden Samen beliebig zwischen andere Gemüsekulturen in den Boden gedrückt. Einfach wo gerade noch Platz ist. Das war im Garten meiner Oma auch mit Sommerrettichen und später mit Feldsalat üblich. Sie hat hier den schattengebenden Schutz von Gemüse und die damit verbundene Feuchte ausgenutzt, die beide Arten zum Keimen brauchen.
Wichtig: Gerade bei Radieschen und Rettichen ist die richtige der Jahreszeit entsprechende Sortenwahl und genügend Feuchtigkeit entscheidend für den Ernteerfolg.
Walburgas Tipp: Radieschen der Sorte „Parat und Riesenbutter“, gibt’s bei Dreschflegel

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Diese Veröffentlichung wurde gefördert durch den Naturpark Südschwarzwald mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Lotterie Glücksspirale und der Europäischen Union (ELER).

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